Landschaftsfotografie - Technik & Philosophie

Als Fotograf versuche ich mein Innerstes nach Außen zu geben und stecke all mein Herzblut in ein einwandfreies Ergebnis. Die Fotografie bedeutet für mich etwas Magisches. Es steckt weit mehr dahinter als nur ein Beruf, sondern erfüllt neben meiner Familie mein ganzes Leben. Daher widme ich mich fotografisch nur bestimmten Themen, mit denen ich mich absolut identifizieren kann.

Mit der Landschaftsfotografie erfülle ich mir einen ewigen Traum, unsere atemberaubende Heimat, die Erde, von ihrer intimsten Seite zu konservieren, um damit das Bewusstsein der Menschen für die Natur zu erhalten und zu schärfen. Es hat recht wenig mit der Vorstellung vieler zu tun, man fahre in den Urlaub und fotografiert ein wenig die Umgebung. Mehr steckt dahinter professionelle Vorbereitung, vom studieren unterschiedlichen Kartenmaterials, bis zur logistischen Detailarbeit. Vor Ort herrscht absoluter Minimalismus. Wochenlanges campen im Kofferraum des Autos ist nötig, um maximal flexibel zu sein. Lange Fußmärsche mit schwerer Ausrüstung und kurze, oft zu heiße oder zu kalte Nächte verlangen dem Körper einiges ab. Doch die erlebten gigantischen Momente sind immer wieder über alle Zweifel erhaben.

Die Ergebnisse, welche selbst mich immer wieder überraschen, sind ein ganz besonderer Lohn. Durch Sie und die positiven Reaktionen der Leute werde ich angetrieben und darf das Privileg, eins mit Mutter Natur zu sein, hoffentlich noch sehr lange auskosten.

Mein Bildaufbau besteht meist aus Vorder-, Mittel-, und Hintergrund, sodass der Betrachter förmlich in das Bild fällt. Jedoch passe ich mich an die Gegebenheiten an und scheue nicht davor zurück, mit etwas höherer Brennweite oder auch mal mit offener Blende zu fotografieren. Letztendlich soll das Motiv bestmöglich herausgearbeitet werden, ohne irgendwelche stilistischen Einschränkungen.

Ein gelungenes Bild besteht aus einem hervorragenden Motiv, einer besonderen Lichtstimmung, einer harmonischen Bildkomposition und einer ausgewogenen Bildbearbeitung. Für die Stimmung ist grundsätzlich das vorhandene Licht zuständig. Meist sind es die frühen Morgenstunden, die Landschaften in verträumtes Licht hüllen. Doch auch die späten Abendstunden haben Ihren ganz speziellen Charme. Es ist also extrem wichtig, sehr früh aufzustehen und noch vor Sonnenaufgang in absoluter Dunkelheit sich den Weg mit Taschenlampen durch das meist unwegsame und fremde Terrain zu schlagen. Damit muss man klar kommen und manchmal auch gewisse Ängste überwinden.

Die Bildbearbeitung steht zusammen mit der Kameratechnik, dem Motiv/Lichtstimmung und der Bildgestaltung in einem Gleichgewicht, dass ich versuche herzustellen, um ein in meinen Augen schönes Foto zu produzieren. Um das Letzte an Qualität herauszukitzeln kommt Bildbearbeitung zum Einsatz und gehört bei meiner Fotografie wie traumhafte Lichtstimmungen und eine qualitativ hohe Ausrüstung dazu.

Architekturfotografie bedeutet für mich humane Landschaftsfotografie. Weniger den Kräften der Natur ausgesetzt, versuche ich ebenfalls Vorder-, Mittel- und Hintergrund in Einklang zu bringen. Das gekonnte verschmelzen von natürlichem Licht und Kunstlicht birgt eine besondere Schwierigkeit. In der Architekturfotografie ist absolutes Denken in Linien und Formen nötig. Ähnlich wie in der Landschaftsfotografie, kann so aus einem Wirrwarr an Formen durch bewusstes gestalten, ein harmonisches Gesamtwerk entstehen. So bieten auch die  frühen Morgen oder Abendstunden das beste Licht, um ein Bauwerk in Szene zu setzen.

Fotografie war für mich nicht nur ein Hobby, welches ich zum Beruf gemacht habe, sondern vielmehr ein Beruf, welchen ich mir zur Berufung gemacht habe. Angefangen hat es 2006 mit einer Berufsausbildung zum Werbefotografen. Dort habe ich fundamentale Kenntnisse in Lichtsetzung und Studiotechnik gelernt. Mit meiner mobilen Studioausrüstung fotografiere ich hin und wieder auch größere Werbekampagnen.

Einwandfreie Qualität setzt einwandfreies Werkzeug voraus. Seit 2012 war bei mir die DSLR Nikon D800E erste Wahl. Seit Sommer 2015 arbeite ich mit deren hochauflösendem Nachfolger, der Nikon D810, die qualitativ im Mittelformat mitmischt. Mit einer Auflösung von über 36 Millionen Pixeln lassen sich problemlos Fine Art Drucke von über 180 cm Breite und großformatige Plakatwerbungen erstellen. Doch ohne die passenden Objektive würde die beste Kamera nichts taugen. Dort verlasse ich mich auf die besten Linsen von Nikon. Ein Filterprogramm mit unterschiedlichen Polfiltern, Graufiltern und Grauverlaufsfiltern rundet gerade in der Landschaftsfotografie meinen technischen Grundstock ab.