Welche Größe sollte ein Wandbild idealerweise haben?

Richtige Bildgröße wählen.

"Welche Größe sollte denn ein Wandbild idealerweise haben?" - Diese Frage wird mir oft von meinen Kunden gestellt. Und diese Frage ist nicht immer einfach zu beantworten.

Damit ein Bild optimal zur Geltung kommen kann, sollten mehrere Aspekte berücksichtigt werden, beispielsweise die Art und Größe des Raumes, die Möblierung oder auch die erwünschte Intention des Bildes. Eine allgemeine Regel gibt es daher nicht, wohl aber ein paar Tipps.

Zur Größe eines Wandbildes gibt es ein paar Faustregeln.

Verhältnis zwischen Wand und Kunstwerk

Für eine leere Wand ohne Möbelstücke empfiehlt sich eine Bild-Höhe von mindestens 80 cm. Sollte die Zimmerdecke sehr hoch sein, muss das Bild dann entsprechend größer gewählt werden. Kleinere Bilder würden sich hier dagegen etwas verlieren.

Die Bild-Breite wird durch das Verhältnis zwischen Wand- und Bild-Breite bestimmt. Bei der Berechnung hilft die sogenannte  4/7-Regel. (Bilder sollen  4/7 der Wandbreite einnehmen/Breite der Wand wird mit Faktor 0,57 multipliziert).

Einfaches Beispiel:  Du hast eine Wand mit 4 Metern. Dann sollte dein Bild etwa eine Breite von 2,28 m (4x0,57)  haben. Oder du hängst 2 Bilder auf, die inklusive Abstand zueinander, eine Breite von 2,28 m haben.

Berücksichtigt werden sollte auch der Schnitt eines Raums. An einer sehr schmalen Wand, wie am Ende eines engen Flurs, wirkt ein breites Bild sehr gedrungen. An einer breiten Bilderwand dagegen verliert ein schmales Bild im Hochformat an Wirkung.

An breite Wände/große Flächen hängt man besser ein Wandbild in Querformat, wohingegen an schmalen Wänden Bilder im Hochformat besser zur Geltung kommen.

Möbel und Wandmöbel – perfekt aufeinander abgestimmt

Wichtig bei der Wahl der Bildgröße ist die Relation zur Raumgröße und auch zum Stil der Möbel. Ein sehr kleines Bild verliert sich vielleicht, ein zu großes Bild könnte überladen wirken. Außerdem sollten Wandbilder auch farblich zur Inneneinrichtung passen.

Möchtest du ein Bild im Wohnzimmer über das Sofa hängen, sollte das Bild  ungefähr 2/3 der Sofabreite einnehmen. Gut geeignet sind hier beispielsweise Panoramabilder.  Da diese oft eine geringere Höhe haben, wirkt die Wandgestaltung dann nicht zu dominant.

Man kann aber auch mehrere Bilder als Collage über die Couch hängen. Der Abstand zwischen den einzelnen Bildern sollte hier dann zwischen 5 und 15 cm betragen.

Wird ein Bild über ein Möbelstück wie beispielsweise eine Kommode gehängt, sollte es nicht breiter als das Möbel sein. Möglich wäre auch eine Reihe von mehreren kleineren Bildern.

Möchtest du im Schlafzimmer ein Bild übers Doppelbett hängen, sollte das Bild eine Mindestbreite von 120 cm haben.

Ein Flur eignet sich auch gut für Bilder. Am besten sind hier mehrere schmale Bilder in gleichen Abständen in Reihe, um eine angenehme Blickachse zu bekommen  und den Flur großzügiger erscheinen zu lassen. Auch hier sind Panoramabilder bestens geeignet.

Bilder im Essbereich sollten sich an der Größe des Tisches orientieren. Je größer der Tisch, desto größer das Bild. Aber Vorsicht, je größer das Bild ist, desto sparsamer sollte dann die Deko im Essbereich ausfallen.

Allgemeine Regeln fürs Aufhängen von Bildern.

Die Bild-Mitte sollte etwa 1,45 m bis 1,55 m  vom Fußboden aus gemessen haben. Das entspricht in etwa der Augenhöhe.

Falls du überhaupt keinen Plan hast, wie du dein Bild am besten aufhängen sollst, kannst du dir mit Platzhaltern behelfen. Du nimmst weißes Papier und befestigst dieses in der Größe deines Bildes mit Tesafilm vorsichtig an die Wand. So kannst du ausprobieren, ob dir der gewählte Platz für dein Bild überhaupt gefällt, ehe du Löcher in die Wand bohrst.

Möchtest du mehrere Bilder an einer Wand aufhängen, kannst du diese vorher auf dem Fußboden auslegen und dann so lange hin- und herschieben bis dir die Zusammenstellung gefällt. Das erleichtert dann das anschließende Aufhängen ungemein.

Bildergruppen wirken harmonischer, wenn sie nicht zu weit auseinander hängen und entweder an Ober- oder Unterkante eine Linie bilden.

Auch der Hintergrund sollte beachtet werden. Ein ruhiger Hintergrund ist optimal. Bei gemusterten oder sehr grellen Wänden empfiehlt sich ein ruhiges Passepartout.

 

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